Bereits die stellvertretende Vorsitzende der Rheingau-Taunus-SPD, Wendy Penk,
hatte auf die Existenz der Bürgerbewegung in Nordrhein-Westfalen und deren
ausländerfeindliche Äußerungen im zurückliegenden NRW-Kommunalwahlkampf
hingewiesen. Wie nun das TV-Magazin „Monitor“ im Westdeutschen Rundfunk
herausfand, bestehen enge Verbindungen zwischen der „Pro-Bewegung“ und
rechtsextremen Kreisen sowie zu den Parteien NPD und DVU. So handele es sich
bei dem Pro-Deutschland-Chef Manfred Rouhs ebenfalls um ein ehemaliges NPDMitglied.
Auf kürzlichen Treffen der Bewegung werde sogar von „Endlösungen der
Zigeunerfragen“ gesprochen.
Die Jusos rufen den Vorsitzenden der neugegründeten „Pro-Eltville“, Klaus Opitz,
daher auf, sich von dieser Organisation mit rechtsextremen Mitgliedern umgehend
zu distanzieren. „Wir werden in Eltville keinen braunen Sumpf zulassen. Mit
unseren Wertüberzeugungen einer pluralen Gesellschaft sind diese
menschenverachtenden Einstellungen nicht vereinbar“, sagt Juso-Mitglied
Katarina Pfaff. Obwohl der Stadtverordnete Klaus Opitz im offenen Gespräch
einen bürgerorientierten Eindruck vermittele, überschreite er mit seiner
Mitgliedschaft in diesen rechten Kreisen die Schwelle des Akzeptablen.
Dass die „Pro-Bewegung“ inzwischen auch auf millionenschwere Gönner
zurückgreifen könne, erkläre zudem den jetzigen Einstieg von Opitz. Dieser habe
seinerzeit seinen Austritt aus der Partei „Die Republikaner“ mit deren
Finanzmisere begründet.
„Zwar ist es aus strategischen Gründen nachvollziehbar, dass Klaus Opitz den
nahenden Kommunalwahlkampf aus diesen Mitteln bestreiten will. Redlich ist es
aber nicht, mit dem Geld von Rechtsextremen im Rheingau punkten zu wollen“,
sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Ralf Bachmann.
Den TV-Beitrag des WDR-Magazins „Monitor“ zum Thema „Pro-Deutschland“ findet man unter
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/0225/pronrw.php5



