In einer Pressemitteilung der Jungen Union Idstein wurde das Projekt des Idsteiner Landes, von Bad Camberg und Hofheim, die Wirtschaftlichkeit der Stromnetz-Kommunalisierung zu überprüfen mit der Wiedereinführung der DDR und des Sozialismus verglichen.
Die Pressemitteilung der Jungen Union zeige vielfach, dass sie scheinbar weder energiepolitische Kompetenz besitze noch über die Inhalte der Machbarkeitsstudie informiert sei.
„Nie stand es zur Diskussion, dass die Stadtverwaltung die Geschäftsbesorgung eines Energieversorgers übernehmen soll. Wenn die Süwag oder ein anderer Anbieter ein gutes Angebot vorlegt, kann sie weiterhin – durch eine Minderheitsbeteiligung dargestellt – diesen Part spielen“, erläutern die Jusos das avisierte Konzept der Kommunalisierung der Stromnetze.
„Wir sind jedenfalls für den Wettbewerb auch auf dem Strommarkt und für
Demokratie in Entscheidungsprozessen zwischen Gesellschaft und Wirtschaft.
Monopole als von den Jungunionisten angestrebter Sozialismusersatz helfen den Menschen langfristig wenig“, stellen die Jusos fest.
Im übrigen hat nicht nur die Fraktion der Hofheimer CDU klar für die
Gestaltungsmehrheit bei der Zukunft der Stromversorgung gestimmt. Auch CDUBürgermeister wie jener in Friedberg treten inzwischen für solche kommunalen Projekte ein.
„Eine kleine Entscheidung – mit großer Tragweite für kommende Generationen. Zum Austausch der Argumente schlagen wir einen gemeinsamen runden Tisch vor – es
diskutiert sich leichter von Angesicht zu Angesicht als über die Presse“, schließen die Jusos mit einem konstruktiven Vorschlag.



