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  • Taunusstein, 10. Dezember 2018
SPD Kreistagsfraktion

Schulschwimmen fördern um Bäder zu erhalten

SPD-Fraktion fordert Sicherung der Bäder-Struktur im Kreis
Die SPD-Fraktion Rheingau-Taunus setzt sich mit einem Antrag für die voll kostendeckende Förderung des Schulschwimmens, vor allem in den Bädern in Geisenheim und Idstein ein. Damit soll zur Sicherung der Schwimmbäder im Kreis beigetragen werden. „Wir wollen für die Schwimmbäder im Kreis Sicherheit schaffen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Georg Mahr zum Hintergrund des Antrags.

Das Schulschwimmen an den Grundschulen ist im verbindlichen Kerncurriculum des Hessischen Kultusministeriums festgelegt und notwendig für eine flächendeckende Schwimmausbildung. Auch vor dem Hintergrund, dass laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der DLRG 59% der Zehnjährigen in Deutschland keine sicheren Schwimmer/innen sind, zeige sich laut den Sozialdemokraten die Notwendigkeit, das Schulschwimmen im Kreis künftig zumindest im bisherigen Maß aufrecht zu erhalten. Hierzu bedarf es aber auch einer gesicherten Bäder-Struktur. Um diese zu gewährleisten wollen die Sozialdemokraten das Schulschwimmen stärker fördern und Möglichkeiten prüfen, wie sich ein Bäderverbund unterstützen ließe.

Im Rheingau ist die Bäder-Struktur durch die ab 2024 abzusehende Finanzierungslücke beim Rheingau-Bad gefährdet. Die Hochschulstadt Geisenheim, die 2013 die alleinige Trägerschaft des Bades von der Stadt Rüdesheim am Rhein und dem Rheingau-Taunus-Kreis übernommen hat, wird diese Lücke nicht alleine schließen können. Ein Bäderverbund wird aktuell in den Rheingauer Kommunen diskutiert, ein „Rheingau-Bad Soli“ ab dem Jahr 2024 ist dort bereits Beschlusslage. „Dieser einmalige Akt interkommunaler Solidarität ist allerdings auch nicht ausreichend, um die Finanzierungslücke zu schließen.“, so SPD-Fraktionschef Georg Mahr. „Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und laufenden Debatten wäre die volle Übernahme der Kosten für das Schulschwimmen durch den Kreis ein wichtiges Signal.“

Auch für das Tourneslbad in Idstein sieht die SPD-Fraktion akuten Handlungsbedarf. Wie der Berichterstattung (Wiesbadener Kurier vom 10.12.18) zu entnehmen ist, denkt der dortige Betreiber über eine Insolvenz nach. Der Kreis könnte über die stärkere Förderung des Schulschwimmens einen Teil zur Finanzierung der Bäder im Kreis beitragen. Dass der Antrag dennoch in der Sitzung des zuständigen Ausschusses am vergangenen Donnerstag vertagt wurde, stößt indes auf Unverständnis bei den Sozialdemokraten. „Der Handlungsbedarf ist gegeben und die nötigen Informationen liegen vor“, meint SPD-Fraktionschef Mahr, „Jetzt müssen vertragliche Vereinbarungen geschlossen werden, um Sicherheit bei den Schwimmbädern zu schaffen.“