Mehr Engagement gegen Bahnlärm im Rheintal

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Lärm am 30. April verweist der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rabanus darauf, dass Lärm schädlich ist und die Gesundheit belastet – auch für die Bürgerinnen und Bürger im Rheingau. Neben Flug- und Straßenlärm ist im Rheingau vor allem der Bahnlärm die entscheidende Lärmquelle.

Martin Rabanus: „Wir müssen dringender denn je etwas gegen den Bahnlärm unternehmen. Viele Menschen entlang der Bahntrasse leiden seit Jahren unter einem nicht länger hinnehmbaren Lärmpegel. Und wenn man der Deutschen Bahn Glauben schenken darf, werden der Schienenverkehr und damit die Lärmbelastung entlang der Rheintrasse nach Fertigstellung des Gotthard Basistunnels in Zukunft noch zunehmen. Den Profitinteressen der Deutschen Bahn müssen allerdings die berechtigten Interessen der Menschen und deren Gesundheit gegenüber gestellt und stärker als bisher gewichtet werden. Deshalb ist es richtig, dass sich die Große Koalition auf Bundesebene das Ziel gesetzt hat, den Schienenlärm in Deutschland bis 2020 zu halbieren.

Kurzfristig bedeuten das Maßnahmen zur Lärmminderung entlang der Strecke und den Gleisen, Umrüstungen an den Schienenfahrzeugen, beispielsweise leisere Bremsen der Waggons, und lärmabhängige Trassenpreise. Mittelfristig muss das Ziel aber eine Alternativtrasse bleiben, welche die Anwohner dauerhaft entlastet und den gesamten Güterverkehr nicht länger mitten durch das Mittelrheintal führt.“

Hintergrund:
Der „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) und wird vom Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) und den DEGA-Fachausschüssen „Lärm: Wirkungen und Schutz“ und „Hörakustik“ organisiert. Er findet seit 1998 einmal jährlich im April statt. Das Datum ist am „International Noise Awareness Day“ in den USA orientiert, um die Aktion weltweit am selben Tag durchzuführen. In Deutschland informiert die DEGA mit dem "Tag gegen Lärm" die Öffentlichkeit über Lärm und seine Ursachen sowie dessen Auswirkungen.